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Die Gemeinde Unterhaching will die Entwässerung der S-Bahn-Unterführung an der Münchner Straße grundlegend erneuern. Der Bauausschuss brachte dazu einstimmig eine Straßenbaumaßnahme auf den Weg. Sie kostet knapp eine halbe Million Euro und soll 2027 umgesetzt werden.

Nach Angaben von Rathaussprecher Simon Hötzl funktioniert die Entwässerung an dieser Stelle seit fast vier Jahrzehnten nicht. Als die Münchner Straße Ende der 1980er Jahre unter der S-Bahnlinie tiefergelegt wurde, entstand dabei keine angemessene Kanalisation. Bei Starkregen wird die Unterführung deshalb überschwemmt. Nach jedem stärkeren Regenguss stehen Autofahrer laut Bericht vor einer überfluteten Fahrbahn.

Bislang war der Landkreis München für die Kreisstraße zuständig. Die Straßenbaulast ist inzwischen zwangsweise auf die Gemeinde übergegangen. Diese arbeitet nun die Versäumnisse der vergangenen 40 Jahre auf, was erhebliche Kosten verursacht.

Hötzl zufolge sind von 23 bestehenden Sickergruben 20 nicht mehr zu gebrauchen. Ziel der Maßnahme sei es, dass gar nicht erst so viel Wasser in die Kanalisation läuft, dass es sich dort aufstauen kann.

Vorgesehen sind acht Straßensinkkästen, zehn Filterschächte und acht Sickergruben. Hinzu kommen zwei Zisternen am Kreisverkehr bei der Feuerwehr. Sie sollen in der Grünfläche in der Mitte des Kreisverkehrs entstehen und haben vor allem einen ökologischen Nutzen: Sie speichern Regenwasser zwischen. Zugleich kann der Baubetriebshof dort Wasser entnehmen, um mit dem Gießfahrzeug der Gemeinde die kommunalen Grünflächen zu pflegen. Das Regenwasser soll also künftig Pflanzen bewässern, statt die Fahrbahn zu fluten.